Der VEB-Blog ist schon richtig geil geworden. Wir haben schon gefeiert über die Einträge.
Die 120%ige Planerfüllung der Dreharbeiten steht ja nun unmittelbar bevor. Gestern hatten wir den ersten Dreh und der lief echt gut.
Ich habe allen eine Mail-Weiterleitung eingerichtet, die auf die herkömmlichen Adressen weiterleitet, die funktionieren also bereits.
Anbei das Drehbuch als pdf - es wird höchste Zeit, dass ich das rausschicke. Ausserdem die Mailadressen sämtlicher “Die letzte Droge”-Involvierten und der Drehplan. Bei den Mailadressen seht ihr auch den Namen Eurer Rolle im Film, mit dem könnt ihr dann im Drehplan checken, wann der Drehtag angesetzt ist. Leider befürchte ich, dass es da noch Verschiebungen gibt, weil die Bullen unsere Bude dicht machen, die Kameras verrecken oder Aehnliches. Aber so ist erst mal die Planung, sagt mir doch bitte, ob das mit den Terminen für euch klar geht. Sobald wir die nächsten Wochen etwas Erfahrung mit den ersten Drehs haben, korrigieren wir den Terminplan eventuell noch etwas (nach hinten).
Die Drehs gehen wir ganz easy an. Sprechrollen haben nur:
Martin, Mathias, Stefan, Uta, Betti, Tobias, Tom, Sven, Xaver
alle anderen müssen nur rumstehen und gut aussehen *lol*
Unser Produktions- und Aufnahmeleiter ist Robert Lange (siehe www.die-letzte-droge.de ), der im Film auch der PIMP ist. Passt also *lol*. Die organisatorischen Sachen laufen über ihn - der kreative Kram über mich.
WICHTIG: Am 1.10. (Samstag) wollen wir schon mal eine kleine Drehbeginnparty machen! Je mehr kommen, desto besser! Sven, Stephan und Stefan - ihr habt natürlich scheiss Anfahrtswege - vielleicht könnt ihr das ja mit irgendwas verbinden, ansonsten stürzt euch nicht in Unkosten, es gibt ja noch die Drehabschlussparty, die findet dann auch an dem WE statt, an dem ihr sowieso beim Dreh seid. Robert&Hans: vielleicht könnt ihr bei Uta&Martin mitfahren. Die Leipziger sind bestimmt alle da.
Am 29.10. ist die Drehabschluss-Party angesetzt. Gedreht wird ab morgen. Anbei auch der vorläufige Drehplan. Ich stelle so schnell wie möglich den aktualisierten Drehplan online und sag Euch Bescheid. Leider hat es unsere Planung etwas durcheinandergeschmissen, weil unser Kamera-Sponsor pleite gegangen ist, d.h. wir sind noch dabei, eine neue Cam zu besorgen, was Zeit kostet.
Ich wollte schon länger mal was zum Thema “Open Source” sagen: mit unserem ersten Film haben wir den Open Source-Weg eingeschlagen. Konkret bedeutet das so viel wie: die Filme sind kostenlos, jeder darf sie runterladen, kopieren und weitergeben. Sogar Veränderung des Films ist erlaubt. Damit haben wir viel Aufmerksamkeit in der Presse und bei Künstlern abseits des Mainstream bekommen, die meist selber nach Möglichkeiten suchen, ihre Kunst zu promoten.
Für uns als Darsteller ist das Thema “Veränderung erlaubt” wichtig: wir werden das Rohmaterial des Films frei geben, d.h. jeder Erdenbürger kann damit eine eigene Filmversion schneiden. Welches Rohmaterial wir rausgeben, werden wir vorher mit allen Darstellern absprechen, d.h. Abartiges kommt nicht an die Oeffentlichkeit. Theoretisch ist es denkbar, dass Versionen des Films entstehen und in den Umlauf kommen, in denen der eine oder andere Darsteller schlecht wegkommt. Solange die Persönlichkeitsrechte der Darsteller gewahrt werden (keiner darf uns z.B. in einen Porno reinschneiden), haben wir darauf wenig Einfluss. Das ist eben Open Source. Andererseits ist zu erwarten, dass Leute, die sich ernsthaft damit beschäftigen, auch eine gute Filmversion machen wollen, da diese Leute mehr oder weniger Profis sind, die ihre Zeit nicht verschwenden. Typen, die damit Klamauk machen, hat man immer am Hals, auch bei einem regulären Filmprojekt, das nicht Open Source ist, weil die sich um die Rechtslage ohnehin nicht scheren, d.h. die schneiden auch Nicole Kidman in einen Porno rein und stellen das ins Netz.
Das alles ist ein sehr heisses Eisen, wir sind damit, und das meine ich ohne Scheiss, die innovativste Filmfirma, die ich kenne. Es gab mal ein Open Source Filmprojekt in den USA und es gibt eine handvoll Filme, die kostenlos downloadbar sind (allerdings nicht Open Source und die bei weitem nicht die Publicity hatten wie "Route 66"). Wenn man so weit vom Mainstream entfernt ist, muss man sich auf einiges gefasst machen (checkt diesen Verriss von Route66 z.B.: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19205/1.html ) Andererseits schlägt einem auch eine gewaltige Sympathiewelle entgegen, weil viele von dem ausufernden Lizenzwahn, der Jagd auf Raubkopierer und der krassen Kommerzialisierung, die die fetten Filmstudios betreiben, die Schnauze voll haben. Es wird auf jeden Fall einiges an Emotionen im Spiel sein und ich will fairerweise vorwarnen! Bestimmt bekommt jeder Darsteller, sowie auch das ganze Projekt von irgend einem Wichser in unserem Blog oder sonstwo im Netz sein Fett weg. Dafür wird auch viel Gutes passieren, so wie ich es von "Route 66" kenne, z.B. dass man von Open Source Aktivisten oder anderen Leuten eingeladen wird, die einem ehrlichen Respekt zollen und auf der Bühne mit dir ihren Joint teilen (ist mir schon passiert *lol*), oder dass ein paar Kids anfangen, dem Film nachzueifern :) Insbesondere der Respekt anderer Independent-Künstler ist uns gewiss, das ist meine Erfahrung. Ich freue mich in jedem Fall schon auf das Feedback der Leute.
Da wir diesen ungewöhnlichen Weg gehen, können wir nicht genau vorhersagen, was passiert. Was ich garantieren kann, ist, DAS etwas passiert. Wir werden den Film auf keinen Fall für ein paar Euro an einen Sender verkloppen, der den dann 1x im Jahr zeigt und ins Archiv packt.
Bisher lief alles immer auf Vertrauensbasis, was sicher auch so bleibt, dennoch brauche ich Eure Unterschrift auf einem Standard-Darstellervertrag, damit keiner im Meskalinrausch plötzlich zu seinem Anwalt rennt und erwirkt, dass er komplett aus dem Film rausgenommen wird, wenn er dann schon im Kino läuft - worst case für alle. Den Vertrag maile ich in den nächsten Tagen; spätestens auf der Party können wir das machen (am Besten nach einigen Stunden erst *lol*).
Was die Kohle angeht, sieht es im Moment so aus: "Route 66" haben wir privat finanziert und alle (bescheidenen) Einnahmen fliessen nun in “Die letzte Droge”. Den aktuellen Kontostand könnt ihr direkt auf der Website einsehen - VEB legt ALLES offen. Alle Beteiligten arbeiten bisher völlig ohne Bezahlung, zum Teil fulltime - ich persönlich z.B. seit zwei Jahren. Kohle ist also eng. Deswegen können wir leider auch den Darstellern nichts zahlen (Damn! Da war der Haken also.) Wir bemühen uns sehr, Eure Auslagen abzudecken, z.B. Spritkosten - Requisiten und Kleidung sowieso.
Was ich versprechen kann, ist, dass wir alles darum geben, einen Film abzuliefern, den man sich auch in ein paar Jahren nochmal anschaut und sagt: “Das war ein geiles Projekt!” Und vielleicht schreiben wir auch noch ein bisschen Filmgeschichte, wie schon mit Route 66 - wir haben da wieder ein paar ausgefallene Ideen! In kleine Kinos bekommen wir den Film sicher, da lief auch schon Route 66. Vielleicht bomben wir auch ganz Deutschland mit der Droge zu. Wunder passieren schliesslich regelmässig. “Ich habe die Hand Gottes gespürt” ;p
Wer Musse hat, kann ja mal auf unsere Presseseite gucken, da steht auch noch einiges Interessantes: http://www.route66-der-film.de/de_presse.html