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VEB FILM Leipzig
...am Wochenende PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Stefan Kluge   
Monday, 21. November 2005
Am Samstag starb mein Opa im Alter von 81 Jahren. Matze übernahm die Regie und ich fuhr zu meiner Familie, wo ich mir auch die ganze Ueberbelastung der letzten Zeit von der Seele heulte. Herzlichen Dank an Robert, der es möglich machte, dass meine Frau so kurzfristig aus der Schweiz zu mir kommen konnte!

Die Belastung durch die Aussendrehs sind enorm, den Faktor “Energieverlust” durch Kälte und andere Unbequemlichkeiten habe ich für mich persönlich ganz klar unterschätzt. Relativ schwierig ist auch die Doppelbelastung durch Regie/Aufnahmeleitung und das Spielen des Hauptdarstellers. Wenn dann jeweils alles so weit ist, dass die Klappe fallen kann, habe ich bereits 90% Arbeit hinter mir und 20 Sekunden, um mich in die Rolle zu denken. Langsam wird uns bewusst, warum Filme diesen Umfangs nicht ohne Budget gemacht werden: weil es KNOCHENARBEIT ist.

Aber es lohnt sich. Wie man bereits an den Drehfotos sehen kann, macht es sich bezahlt, wenn jede Einstellung sorgfältig vorbereitet wird. Unsere “Tankstellen-Location”, an der wir die letzten beiden Wochenenden drehten, ermöglicht glücklicherweise eine zügige Ausleuchtung: je nach Einstellung muss meist nur noch ein Konturlicht oder Aufhelllicht gesetzt werden - den Rest besorgt die originale Beleuchtung der Location. Ganz im Gegensatz zu den Szenen, die in den Autos spielen - den Innenraum eines Autos nachts gescheit auszuleuchten ist nicht ganz trivial, wie wir feststellen mussten.

Fett war auf jeden Fall Svens Einsatz am Sonntag: unser Stuntman “Dirt-Surfer” haute sich trotz angebrochenem Handgelenk mit Anlauf für uns so lange spektakulär in den Dreck, bis wir alles im Kasten hatten. Jahrelange Longboard-Erfahrung macht sich eben bezahlt.

Erstaunt war ich über unseren Motörhead-Bub: den Dreh mit einem Achtjährigen hatte ich mir schwieriger vorgestellt. Aber Xaver hat die Takes durchgezockt wie ein Profi!

Der Drehplan ist nun eine Woche im Verzug, d.h. Lagerhalle und Requisiten werden um sieben Tage verlängert (Danke an dieser Stelle nochmal an airstream4u für das Verständnis!). Morgen und übermorgen werden wir wieder in der Halle drehen, ebenso am Samstag und Sonntag. Freitag ist Dreh in der Klinik - mit funktionierenden Heizungen - Halleluja!

Wir geben weiterhin unser Bestes und nach dem Samstag ist für mich nun auch klar, wem ich meine Version dieses Filmes widme.

Stefan
 
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