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Kult-Synthies PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Thomas Bechholds   
Friday, 27. January 2006
Rhodes Chroma
Der RHODES CHROMA Synthesizer ist eine Entwicklung der Firma ARP. Nach dem Konkurs der Firma ARP Anfang 1980 erwarb Rhodes die Rechte und entwickelte den CHROMA zur Serienreife weiter.

Der CHROMA ist ein stattlicher Analogsynthesizer mit außergewöhnlich komplexen Synthesemöglichkeiten sowie einer anschlagdynamischen Holztastatur.

Der CHROMA ist max. 16 stimmig. Er besitzt 16 VCOs, 16 VCFs, 16 VCAs, 32 ENVs und 2 sehr komplexe LFOs. Unter anderem bietet der Chroma folgende Möglichkeiten:
- 2 unabhängige Kanäle mit je 8 Stimmen (gleicher oder unterschiedlicher Sound)
- Synchronisation, Ring- und Crossmodulation
- Filter in Serie, parallele Filter Bandpaß ect.

Einen MIDI Anschluß bieten verschiedene Hersteller als Nachrüstsatz an. Das größte Manko des CHROMAs ist aber seine Bedienung. Folientaster, mit denen seine Funktionen einzeln abrufbar sind und ein Schieberegler mit denen die Parameter einzustellen sind, behindern die Soundprogrammierung enorm. Abhilfe kann hier nur ein Editorprogramm schaffen. Trotzdem bleibt der Programmierspaß auf der Strecke. Der Sound des CHROMAs ist außergewöhnlich und beeindruckend.

Der CHROMA kostete ca 13.000 DM die Expanterversion lag bei ca. 9.700 DM. Die letzten CHROMAs wurden wenige Jahre später für DM 6.490 von Musik Produktiv abverkauft.

Wer sich mit der fummeligen Bedienung anfreunden kann, bekommt für ca. DM 3.000,- einen beeindruckenden Synthesizer. Ein zu schwaches Netzteil, starke Hitzeentwicklung und Probleme an den Steckkartenkontakten sollten beim Gebrauchtkauf als mögliche Fehlerquellen untersucht werden.

Solina STRING ENSEMBLE
Das STRING ENSEMBLE von ENIMENT wurde von verschiedenen Herstellern in Lizenz gebaut. So auch von ARP. Dort wurde das STRING ENSEMBLE unter dem Namen "SOLINA" vertrieben und auch bekannt.

Optisch unterscheiden sich die verschiedenen Versionen meiner Kenntnis nur in der "Gehäusebespannung". Von Holzimitationen bis zum grauen Vinyl ist (..bzw. war) die SOLINA STRING erhältlich.

Die roten Druckknöpfe sind bei allen gleich und geben dem Keyboard einen, sagen wir mal,"russischen" Charme.

Die 4 Sounds unterscheiden sich lediglich in der Klangfarbe ( dumpf, fast dumpf, nicht mehr ganz so dumpf, hell ) :-). Der Grundsound, meint den der Streicher, ist einmalig und wirklich klasse, wobei die Modulationsschaltung einen wesentlichen Anteil am "SOLINA STRING" Sound hat. Man kann den Ensembleeffekt auch abschalten, was aber dem Gesamtsound ungefähr so nützlich ist, wie den Netzstecker aus der Steckdose zu ziehen.

Das Instrument ist, dafür daß es nur einen Sound drauf hat, sehr schwer. Mit einem stabilen Stahlrahmen für seine Orgeltastur, dem großen Netzteil und dazu das Holzgehäuse, machen aus der SOLINA kein transportfreundliches Instrument.

Hören kann man die SOLINA in vielen Produktionen der '70er. Neben Tomita und Vangelis benutzten auch Pink Floyd auf "shine on you crazy diamond" und "animals" oft das Stringkeyboard.
 
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