Jubel! Was Du hier von oben siehst, ist die neue VEB Homebase. In den kommenden Wochen werden wir das Tonstudio aus Aachen und das Filmequipment aus Leipzig hier vereinen und damit unseren Landsitz für Produktion und Postproduktion etablieren.
Tom ist bereits seit zwei Jahren
auf der Suche nach der optimalen Basis für das, was wir in den nächsten Jahren vorhaben. Und hier ist es nun: 26.000 qm Grundstück, 600 qm Wohnfläche und kein Nachbar, der die Cops ruft, weil wir im Morgengrauen einen Kriegsfilm drehen.
Are you kidding?
Nein. Es ist Ernst. Tom hat einen heftigen Kredit aufgenommen und Banken ist für gewöhnlich nicht zum Scherzen zu mute. Es werden Schweiss und Tränen fliessen und Tom haftet persönlich. Höchsten Respekt für diesen Schritt! Für VEB bedeutet all das erst mal folgendes:
Fortschritt: Klingt trivial, ist aber nicht zu unterschätzen. Bei Projekten, die 4 Jahre und mehr dauern, braucht man hin und wieder mal einen Leuchtturm, der einem vor Augen führt, wo es hingeht und dass man näher kommt. Insbesondere wenn man in dem Projekt kein herkömmliches Angestelltenverhältnis hat, sondern sich mehr oder weniger selbst motivieren muss. Unsere letzte Bude sah übrigens
so aus.
Zentrale: nach den Dreharbeiten zur Droge hatten wir Büro/Wohnung/Studio und Lager gekündigt. Um Miete zu sparen. Für die Postproduktion haben sich dann alle in ihre Privatwohnungen zurückgezogen. Für Nachdrehs mussten also Räume beschafft,
Journalisten in fremde Studios geschleppt werden etc. Geht alles, ist aber nicht schön. Mit der neuen Zentrale haben wir wieder einen Ort, wo wir regelmässig physisch zusammenarbeiten können, wo Platz für Freunde, Geschäftspartner und Gäste ist, für Drehs, Events und zum Arbeiten und Chillen generell. Zur A4 und A9 sind es 10 Minuten und zum Leipziger Zentrum 45.
Grosses zieht Grosses an. Das klingt zwar bescheuert, ist aber neidlos anzuerkennen und nicht zu unterschätzen. Das Drehbuch des nächsten Films wird auch diesmal wieder Dinge einbeziehen, die wir bereits haben oder günstig besorgen können. Das ist einer der Vorteile, wenn der Drehbuchautor gleichzeitig Produzent ist.
Eine interessante Idee ist übrigens auch folgende: man könnte diverse Zimmer in dem Haus so herrichten, dass sie unseren Filmen entspringen. Es gäbe dann z.B. ein originales
Route 66-Motelzimmer und ein
Die Letzte Droge-Krankenzimmer. In den Zimmer laufen dann natürlich auch die Filme und der Soundtrack ist am Start. Und was uns sonst noch so einfällt. Ein kleines Digitalkino und ein Proberaum kommen sowieso in das Haus, zu einem VEB Event könnte mann dann also auch gleich ein paar Zimmer buchen.
In der Open Source Software-Branche wird schon seit Jahren nicht mit Lizenzverkäufen, sondern an Dienstleistungen verdient; vielleicht entwickelt sich auch ein Teil des Internetfilmmarktes dort hin. In jedem Fall haben wir in den nächsten Jahren erst mal genug Raum, es einfach mal drauf ankommen zu lassen.
Applaus fuer
Tom und
Andrea, die für VEB mit dieser Entscheidung vermutlich gerade einige Weichen stellen!