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VEB FILM Leipzig
Erste Schnittfassung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Stefan Kluge   
Thursday, 3. January 2008
Zum 31.12. habe ich zum ersten Mal eine Schnittfassung der Droge beendet, mit der ich selbst zufrieden bin! Hier ein paar Daten: Mit Abspann wird der Film knapp 80 Minuten lang sein - zusammengehalten von 1.500 Schnitten. Der am schnellsten hackende Film, den ich kenne, ist Spun: über 5.000 cuts. Komplett schnittfreie Filme gibt es übrigens auch: Als erster dürfte Hitchcocks Rope gelten. Die normale Schnittgeschwindigkeit soll so bei 700 Schnitten liegen.
Mein Rechner war ein Core 2 Duo 2.4 GHz, 2GB RAM und 2.5TB auf diverse SATA, IDE, Firewire 400 und USB2-Platten verteilt, mit zwei 1680x1050 TFTs. Nichts Unverschämtes also.

Geschnitten habe ich mit Adobe Premiere CS2. Route 66 wurde mit Avid Express DV geschnitten, aber Avid hatte noch keine 720p25-Unterstützung, als ich die Droge anfing, deswegen der Umstieg. Insgesamt bin ich zufrieden mit Premiere. Ich würde es wieder nehmen. Final Cut kam nicht in Frage: ich war nie ein Macintosh-Mann. Und Cinelerra, auf Mandriva-Linux getestet, hat mich leider zum einen mit dem gewöhnungsbedürftigen Interface verschreckt (im Gegensatz zu Codern sind Grafiker und Cutter da durchaus empfindlich) und zum Zweiten mit Gerüchten um die nicht so atemberaubende Performance (kann da mal jemand den Gegenbeweis antreten?). Vielleicht ergibt sich ja beim nächsten VEB Filmprojekt eine Zusammenarbeit mit den Cinelerra-Entwicklern.

Mein Premiere-Workspace sah folgendermassen aus:

    VEB FILM Leipzig, "Die Letzte Droge: Schnittsystem-Arbeitsplatz", 3360x1050 Pixel

Besser als bei Avid hat mir das Handling gefallen (Geschmackssache - einfach ausprobieren), der Import (Avid konvertiert jeden Clip erst mal ins hauseigene Format. Das kostet Zeit und Plattenplatz. Premiere handhabt mehr Codecs als Avid.) und der Funktionsumfang.
Schlechter als bei Avid war die Performance (maximal ein HD-Stream in Echtzeit - mit CineForm-Codec) und die Stabilität (vor allem zum Ende der Schnittzeit hatte ich mehrere Crashs pro Schnittsession, meist dann, wenn vom Programm verschiedene Codecs gleichzeitig gehandhabt werden mussten.) Aus Performance- und Stabilitätsgründen musste ich daher den kompletten Film auf vier Premiere-Projekte verteilen. Es waren maximal 6 Videospuren und 9 Audiospuren im Einsatz - in der Regel ein bis zwei Video- und drei bis vier Audiospuren. Ich habe Voice-, Effektsound- und Musik-Audiospuren getrennt und alle Samples so abgelegt, dass ich unseren Sound Designern Tom und Philipp die Tonspuren so übergeben kann, dass jeder Sample einzeln editierbar bleibt. So sieht übrigens die Timeline aus:

    VEB FILM Leipzig, "Die Letzte Droge: Timeline des Schnitts", 4258x400 Pixel

Anhand des Feedbacks der Crew wird der Feinschliff vorgenommen und das Schnittprojekt dann für das Compositing vorbereitet.
 
Kommentare

act1
9'34 bild? wasn das?

act2b
8'30 weitergeben - weitergeben ... dauert zu lange - mir is nicht klar warum stefan dort so lange überlegt und martin nach den worten uninteressiert nach vorne schaut ... man kanns aber auch so machen wie du jetzt hast...
übrigens fand ich die kifferszene schon mal besser (bevor sie den schlenker machen)
overall hat die szene mit den bullen für mich immer noch nicht soviel informatives das mag aber gut zum rhythmus passen, und sollte so drin bleiben auch wenn ich es nicht verstehe ;)

9'01
...hospedaju - da sagst du:'... im amazonasbecken, Dschungel' - dann sieht man machu Pichu - zug, im zug '...wir müssen nach Pucalpa, boot' - dann ist da auf einmal das bolivianische grenzgebiet, bus - würde ja bedeuten das wir das zeug irgendwo in Richtung iquazu finden
dann muß das wort pucallpa in der szene im zug durch iquazu oder so ersetzt werden, dann würde es für mich wieder stimmen
wenn man sich das ganze auf der landkarte anschauen würde dann is das ein zickzackKurs

12' bolivianisches grenzgebiet kann raus, oder?
die zusammenreihung passt irgendwie nicht


oder du erklärst es mir wieder so wie der zuschauer das sieht und ich seh es ein :P

act3
0' amazonasbecken, peru ?
vielleicht doch lieber unkonkret lassen

4' '... also das ist am wasserfall...' schnitt auf Dich '... und das ist ein tagesmarsch...' das ist doof, weil man genau sieht das du es nicht sagst (wie immer in diesem film:) - besser wäre vielleicht ein umschnitt auf martin als zuhörer. das du das sagst erkennt man an der stimme.
oder das Du die reihenfolge umstellst und am ende einen shot auf dich machst (nachdem du alles gesagt hast) wie du nach oben zu uns schaust wenn wir soetwas haben

es gibt echt nichts auszusetzen an der machart - das ende hat sich verbessert, das kommt derb durch den geilen sound - das animierte kann ich machen, so das sich unterm dreck was bewegt oder so - ne schlange konkret darzustellen, weiß ich nicht - kann man aber probieren

auf jeden ist es rund... und ich hab nicht das gefühl das es '...jetzt auf einmal' vorbei ist

Veröffentlicht von Mathias Eimann, am 01/04/2008 um 13:35

Hach, hatte noch keine Mail geschafft ... Ich schaus bis Sonntag und geb Feedback ab. Versprochen.

Veröffentlicht von Looza, am 01/04/2008 um 17:22

es macht sinn, jedem DVD besteller zwangweise eine 5.1 - 2400 watt soundanlage mitzuliefern, und natürlich auch in rechnung zu stellen.

Veröffentlicht von Thomas Bechholds, am 01/10/2008 um 15:17

Tom, du kannst 5.1 ? Ich nicht ...

Veröffentlicht von Looza, am 01/14/2008 um 08:20

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