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Comments jo, war da - erstmal haben die Bullen rumgestänkert '...Glasflaschen bei? Schlagstöcke, schmutzige Bomben? Taschenkontrolle!'. Dann mußte der Veranstaltungsleiter dreizehn Punkte vorlesen die sich der Einsatzleiter ausgedacht hat. Darunter Dinge wie keine Getränke. Auf keinen Fall Alkohol und bitte die Regenschirme möglichst abgeben weil die für die Staatsgewalt gefährliche Antideeskalationswerkzeuge bedeuten könnten. Das ging irgendwie 10-15 minuten. Meter hinter mir stand der Einsatzleiter und las schön mit. Als ich dann meiner Neugier Luft machte und hintrotte um zu sehen ob er genau das mitlas was ich hörte gesellte sich ein Robocop zu mir und schaute mich pöse pöse an. Es war tatsächlich besagtes Dokument das es wortwörtlich vorzulesen galt. Zur eigentlichen Veranstaltung: es waren zwischen 300 und 500 Leute anwesend. Nach drei Reden ging es durch die Innenstadt bei eiskaltem Wind. Das Positive war der ausbleibende Regen. Schlußendlich hielt der Zug an der Nikolaikirche an der nocheinmal in der Geschichte der Ruf nach persönlicher Freiheit Laut wurde. Genutzt hat es wenig, das Medienecho in den Öffentlich rechtlichen (ARD/ZDF) belief sich auf eine große Null vor und hinter dem Komma. Die Dritten haben sehr verhalten berichtet nicht ohne vor und nach dem Beitrag neue, bedrohliche Al-Quaida-Netzwerke, vermeintliche Wasserstoffperoxid-Anschläge und dazugehörige Festnahmen in der Türkei dem gegenüber zu stellen. Nach dem Motto: '... habt Euch nicht so, es ist alles viel schlimmer als ihr denkt. Das bisschen Freiheit. Das ist es doch wohl wert im Angesicht des weltweiten Terror!' und nochmal die 13 auf dem Rücken des Kofferbombers reingeblendet. Wie schön für die 'freien' Medien das visuell trainierte Reflexe funktionieren wie Futter beim pawlowschen Hund. Achso - stop reading Spiegel.de! now! not worth the time you spend! Da kannste Dir auch ein Schäublehörbuch kaufen so Meinungsverdrehend und unjournalistisch wie die mittlerweile geworden sind und fragt mal wieder: 'Who is Ron Paul?' Grüße Posted by Mathias Eimann, on 11/07/2007 at 20:00 'stop reading' funktioniert generell ziemlich schlecht, besser ist: 'lies ausserdem noch...' - im ernst, Matze: wenn du Leute schlauer machen willst, dann musst Du sie auch dort abholen, wo sie gerade stehen. In dieser konkreten Sache heisst das: zuerst ein Medium ihres Vertrauens zitieren und dann auf das Medium verweisen, dem du selbst in dieser Sache mehr zutraust. Fuer mich ist das in dem Fall netzpolitik.org Posted by Stefan Kluge, on 11/07/2007 at 22:14 You are not authorized to leave comments. Please login first. |
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