
Letzer Sonntag, 7:00 Uhr, irgendwo an der sächsisch-tschechischen Grenze: zwei Stunden Schlaf und zwei Stunden Guerilla-Dreh - keine Störungen beim Dreh und komplett im Zeitfenster! Was ist los? Und dann geht auch noch die Sonne auf! Bizarre Pilz-Sucher kommen aus allen Seiten auf uns zu, als wir die Höhle verlassen.
Diese Woche habe ich das Material des Höhlen-Nachdrehs nun in den Schnitt integriert. Der Peru-Plot ist jetzt rund, der Nachdreh hat sich gelohnt. Einen weiteren Nachdreh gibt's eventuell noch: der Krankenhaus-Plot krankt noch etwas.
Für den Nachdreh war ich ein paar Tage in Deutschland, in die dann auch ein Dreh mit einer
Berliner Produktionsfirma fiel, die uns für die nächste
3Sat/Neues-Sendung featuren wollten. Das hat auch geklappt - ist aber wieder mal ein Musterbeispiel daür, wie man unnötig Energie verschwenden muss, um Kohle zu sparen: Es geht um eine VEB-Basis in Leipzig. Da die meisten VEBler ihren Arbeitsplatz (auch) zu hause haben, ist eine Art Basis im Prinzip Luxus. Und daher haben wir die letzte Bude nach den Dreharbeiten gekündigt. Da wir aber immer öfter Leute von ausserhalb am Start haben, wie die Berliner Mädels letzte Woche, hätten wir dann Arbeitsplätze, an denen gefilmt werden kann, 'ne chillige Ecke zum Schwatzen, einen Raum für Greenscreen-Aufnahmen und Zimmer in denen man es ein paar Wochen aushält. Und wir schonen die Nerven unserer Freunde, denen wir jetzt immer auf die Pelle rücken, wann immer offline etwas anfällt.
Ich schätze wir werden das spätestens nach dem Release der Droge wieder ins Auge fassen.
Tom sucht in Leipzig und Umgebung bereits alle möglichen verlassenen Fabriken, Villen und Schlachthöfe ab. Verseuchte Böden wären auch kein Problem, LOL.