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Geschrieben von Stefan Kluge   
Stefan Kluge - Produzent VEB FILM Leipzig:
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Route 66 - Pressematerial PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Stefan Kluge   
Pressetexte und Fotos zu Film und Buch:
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Pressestimmen zum Film "Route 66 - ein amerikanischer albTraum" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Stefan Kluge   
Meldung
PC Magazin
Cathrin Guenzel
07/2006
Gratisfilme zum Saugen

Drei naive Sachsen sind auf dem Weg nach Hollywood. Ohne Geld und mit einem dreissig Jahre alten, schrottreifen Srassenkreuzer auf abenteuerlicher Fahrt von Ost nach West. Der Plot von "Route 66- ein amerikanischer (alb)Traum" klingt nach klassischem Roadmovie. Abenteuerlich ist auch der Verbreitungsweg des 104 Minuten langen Spielfilms, produziert von VEB FILM Leipzig: Die Macher stellten ihren Streifen Ende 2004 als ersten deutschen "Open-Source"-Spielfilm zum freien Download fuer Computer und iPod ins Internet (www.vebfilm.net).
Waehrend die Grossen der Filmbranche immer aggressiver gegen die Verbreitung ihrer Blockbuster in Tauschboersen kaempfen, entdecken kreative junge Filmemacher das Netz als Moeglichkeit, ihr Publikum zu erreichen.
Rund 500.000 Mal wurder "Route 66" heruntergeladen und 300.000 Mal auf DVD geordert, zudem wurde die 715 Megabyte grosse DivX-Datei in Tauschboersen verbreitet. Und die Leipziger bereiten schon den naechsten Schlag gegen das etablierte Hollywood-Kino vor: "Die letzte Droge", ein HD-Film ueber Jungs, die "sich auf der Suche nach der ultimativen Droge im peruanischen Dschungel verlaufen". Zur Finanzierung ihrer Werke setzt VEB auf Spenden und Sponsoren.
Meldung
Macwelt
27.3.2006
Route 66: Der erste Spielfilm für den iPod

Drei Jungs, drei Schlafsäcke, ein Auto – mehr braucht es nicht, um eine großartige Geschichte zu erzählen. Zumindest nicht, wenn die Jungs aus dem Osten kommen, kein Geld und keinen Plan haben, dafür aber ein riesiges Schiff von einem Auto, einen amerikanischen Traum auf vier Rädern, dessen einziger Haken der ist, dass er alle Nase lang zusammen bricht. Schlecht, wenn man in nur 12 Tagen von der Ost- an die Westküste fahren möchte und sich die Reparaturen buchstäblich vom Munde absparen muss. Gelungene Symbiose In „Route 66 – ein amerikanischer (Alb-) Traum“ gehen amerikanisches Road-Movie, No-Budget-Produktion und ostdeutsche Unbekümmertheit eine Symbiose ein, wie man sie sich schöner nicht vorstellen kann: geradlinig und schnörkellos wie ein US-Highway erzählt, sparsam nicht nur beim Budget, sondern auch bei den Kommentaren und Erklärungen, und spielerisch im Umgang mit der klischeehaften Ossi-Naivität, die unverbogenen Blicks den amerikanischen Traum ganz anders erlebt, als man ihn aus Hollywood kennt.
Meldung
Route 66

[...] In vielerlei Hinsicht interessanter ist da der zweite Film im Doppelpack auf der DVD. "Route 66" erzählt die Geschichte dreier naiver Sachsen auf dem Weg durch die USA. Das aber ist schon fast nebensächlich, denn in einer Hinsicht ist dieser Film etwas völlig neues: Er ist "Open Source".
Meldung
heise-online
3.1.2005
Creative Commons: Roadmovie gegen Toastbrot

Während sich die Filmindustrie für den Kampf gegen Bittorrent rüstet, entdecken Independent-Filmer das Internet als Distributionsweg. Der Film Route 66 -- ein amerikanischer albTraum wurde Ende Dezember unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht und steht zum kostenlosen Download bereit.

Die Filmbeschreibung ist eher konventionell: Drei naive Jungs aus Sachsen träumen von Hollywood und begeben sich mit einem 30 Jahre alten Straßenkreuzer auf den Abenteuer-Trip durch die USA. Die Idee zum kostenlosen Verbreiten des Films unter der Creative-Commons-Lizenz ist aus der Not geboren: Kein Filmverleih zeigte an dem fertig abgedrehten Streifen Interesse und die Fernsehsender winkten ab. Auch die Teilnahme an Filmfestivals erschien den Machern nicht als der richtige Weg. Eine eBay-Auktion, bei der eine Widmung des Films versteigert wurde, brachte 150 Euro ein. So veröffentlichten die Filmemacher vom VEB Film in Leipzig den Film über das Internet.

Der Road-Movie dauert 104 Minuten, die DivX-Datei ist 715 Megabyte groß. Die Datei steht auf verschiedenen Mirror-Servern zur Verfügung, es wird aber auch ein Bittorrent-Download angeboten. Das Buch zum Film, das zunächst im Eigenverlag herausgegeben wurde, steht ebenfalls als PDF kostenlos zum Download bereit. Wer möchte, kann DVD, Soundtrack oder das Buch zum Film kaufen und den Preis selbst bestimmen -- nur die Eigenkosten möchten die Produzenten erstattet haben. Auf der Webseite heißt es dazu: "Filme kosten. Und irgendwann haben wir keine Kohle für Toastbrote mehr. Wer spendet, der unterstützt die Open-Source-Philosophie, unser nächstes Filmprojekt 'Die letzte Droge' und sorgt für unsere ungesunde Ernährung."

Um die Bezeichnung "Open Source-Movie" zu verdienen, stellen die Macher auch die Quellen des Films zur Verfügung. "Jeder ernsthaft Interessierte kann von uns die Rohdaten des Films bekommen", sagt Stefan Kluge von VEB Film. Das Rohmaterial belege 300 Gigabyte Speicherplatz und müsse per Festplatte verschickt werden. Alternative Fassungen des Films seien willkommen, betont Kluge. Allerdings verbietet die Lizenz eine kommerzielle Verbreitung.

Über 25.000 Downloads haben die Filmemacher bereits gezählt, allerdings wurden bisher nur 400 Euro an Spenden eingenommen. Die Produzenten wollen insgesamt 2000 Euro einnehmen, um damit ihr nächstes Filmprojekt zu finanzieren. Diesmal geht es um drei Gefährten auf dem Weg durch Südamerika auf der Suche nach einer geheimnisvollen Droge. (Torsten Kleinz) / (jk/c't)
Meldung
OPEN SOURCE
Kostenloses Roadmovie zum Herunterladen

Frankfurt a.M. · 3. Januar · sch · Eine Gruppe von Filmemachern aus Leipzig hat den "ersten Open-Source-Film Deutschlands" ins Netz gestellt. "Route 66 - ein amerikanischer albTraum" lautet der Titel des 104-Minuten-Streifens von VEB Film Leipzig, der kostenlos und legal aus dem Web heruntergeladen werden kann. Das Roadmovie steht nämlich unter einer Lizenz der Organisation Creative Commons: Kopieren und Verändern sind ausdrücklich erwünscht, wenn die Autorennamen genannt werden und der Film nicht kommerziell genutzt wird.

Die Macher berichten von mehr als 25 000 Downloads der 715 Megabyte großen DivX-Datei seit dem Online-Start am 20. Dezember. Downloads sind unter anderem auch über BitTorrent möglich. Stefan Kluge von VEB Leipzig ist von dem Interesse "positiv überrascht". Das nächste Filmprojekt mit dem Titel "Die letzte Droge" sei bereits relativ weit fortgeschritten.
Interview
Geschenkter Film

Niels Gründel

Junge Leipziger Filmemacher haben den ersten Open-Source-Film Deutschlands veröffentlicht. Der Film erzählt die Geschichte dreier Sachsen, die auf der Suche nach den amerikanischen Klischees die USA in einem der letzten amerikanischen Straßenkreuzer durchqueren, bis sie schließlich auf der Old Route 66 liegen bleiben - inmitten der Wüste New Mexicos. Einer von ihnen heißt Stefan Kluge - und mit ihm sprach die Netzkritik.

Netzkritik: Ein kostenloser und legaler Filmdownload sind jetzt keine Fremdworte mehr. Ihr Film „Route 66 - ein amerikanischer albTraum“ ist unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht worden und damit Open Source - eher eine bekannte Bezeichnung aus der Softwarewelt. Welcher Schritt hat Sie zu dieser Verbreitungsform bewogen?

Stefan Kluge: Zunächst haben wir den Film produziert, ohne überhaupt über die Verbreitung nachzudenken. Nach einem Jahr Arbeit hatten wir die DVD in der Hand. Dann haben wir auf unsere Konten gekuckt und gedacht: „Scheiße, jetzt muss ‚was passieren!‘ Also haben wir begonnen Verleiher oder Sender zu suchen und vielleicht noch ein Label für den Soundtrack. Die Verleiher hatten kein Interesse: „Das Risiko ist uns zu groß. Der Branche geht es nicht gut.“ Dann kamen die Sender: „Das Format ist zu ungewöhnlich!“, „Die Mittel sind bereits vergeben!“, „Versuchen Sie es später nochmal!“. Und wenn wir dann die Dritten eingeschaltet haben, dann konnten wir sehen, wofür die Mittel vergeben wurden: Für den Müll, den der Schwager vom Programmleiter produziert hat. Über die A&R-Manager der Label reden wir gar nicht erst. Die Filmförderung wollte erst mal ein paar Namen hören; der FSK sollten wir „schon mal vorab 200 Euro überweisen - später würden wir schon sehen, wie teuer es wird“, die großen Festivals brauchten 100 Euro um eine E-Mail zu schreiben: „Sie hatten leider kein Glück. Danke für die Teilnahme.“ Und dass die GEMA die Kohle nur von unten nach oben verteilt, das hatten wir schon vorher erfahren.

Natürlich gibt es auch ein paar coole Leute, aber insgesamt ist die Branche äußerst unangenehm zu Fremden. Und erstaunlich konservativ, wenn man bedenkt, wie innovativ man sich gerne gibt. Der springende Punkt dabei ist: Es gibt zu viele Leute, die sich und ihre Institutionen ernster nehmen, als ihre Kunden. Und weil man so gerne für sich ist, ist die Populärkultur so uniform geworden, dass sie sich selbst nicht mehr sehen kann - siehe Viva.

Einige Film- und Musikbosse machen sich schon lange mächtig zum Affen. Napster & Co will man abschaffen oder dann doch lieber kaufen; Horden von Filesharern werden verklagt und dann zum Online-Shopping eingeladen und beim Dinner der Herren wird beschlossen, dass ab Morgen auf alle Toaster eine GEMA-Gebühr erhoben wird. Das stinkt förmlich nach „Hosen voll!“

Das haben wir bei ein paar Bier herausgefunden, es ist also nicht unbedingt wissenschaftlich untermauert. Wie dem auch sei: Wir waren uns von Anfang an sicher, dass es Leute gibt, die unseren Film mögen werden; dass Bedarf an „jenseits des Mainstream“-Kulturgütern besteht. Produkte, die aus Leidenschaft entstehen, haben oft einen gewissen Charme, den glattgebügelte Produktionen nicht haben. Sie sind auch oft authentischer.

Von unten aus betrachtet, vom Teppich sozusagen, sieht die Film- und Musikindustrie momentan aus, wie ein (ohn)mächtiger Vater, der sein ungezogenes Kind anschreit. Aber wie wir alle wissen, machen Kinder trotzdem was sie wollen: Rock&Roll. - Rock&Roll ist uns einfach sympathischer.

Das ist die lange Version. Die kurze ist: „Ach komm, auf die Kohle geschissen. Babylon braucht Bilder, also raus mit dem Mist!“

Netzkritik: Kinos können den Film ja wohl nicht zeigen, weil das Geldverdienen mit dem Film nicht gestattet ist. Setzen Sie voll und ganz auf die Verbreitung per Internet?

Stefan Kluge: Geldverdienen ist nur dann nicht gestattet, wenn es ohne uns läuft. Wenn quasi der böse Herr Mogul hinter dem Rücken und auf dem Rücken der Künstler seine Taler scheffelt. Es ist nicht so, dass wir was gegen Geld hätten. Wir haben auch keinerlei Berührungsängste mit konventionellen Vertriebs- und Aufführungsmethoden. Aber die Branche darf gerne etwas lockerer werden.

Netzkritik: Wie groß ist der Download und füllt der Spielfilm einen Abend?

Stefan Kluge: Der Download ist 715 MB groß. Damit sind Modem- und ISDN-Nutzer aus dem Rennen. Wer einen DSL-Anschluß hat, der hat den Film in knapp zwei Stunden auf der Platte. Bei optimaler Verbindung. Und nochmal so lange braucht man, um sich den Film anzusehen - 104 Minuten.

Netzkritik: Etwas Geld für den Film gab es dann ja doch: Sie haben die Filmwidmung bei Ebay versteigert. Wofür hat der Erlös denn gereicht?

Stefan Kluge: Wir haben das Geld beim Döner verprasst. Was nicht ganz einfach war - 150 Euro beim Döner auszugeben. Nein. Wir haben dort eine Runde geschmissen und der Rest ist in die Kaffekasse für den nächsten Film gewandert. =o)

Netzkritik: Bevor wir den Inhalt aus den Augen verlieren: Wovon handelt der Film
überhaupt?

Stefan Kluge: Es geht um drei naive Jungs, die auf der Suche nach den amerikanischen Klischees die USA durchqueren - in einem baufälligen Oldtimer. Es gibt keine Helden und keine Explosionen. Scheiße, es ist nicht mal eine Knarre zu sehen. Das macht aber nichts. Die Jungs machen etwas, dass sich jeder vorstellen kann: Auf der Suche nach mehr Getränkehaltern für ihr Auto cruisen sie in ihrem Straßenkreuzer quer durch die Staaten. Und stoßen dabei auf unzählige skurile Typen. Dabei verreckt ihnen die Kiste ständig, bis sie schließlich auf einer Staubpiste in der Wüste New Mexicos liegenbleiben.

Netzkritik: Zum Film gibt es auch ein Buch - das aber nicht als Open-Source erhältlich ist, sondern im Eigenverlag erschien. Hat sich der Schritt gelohnt?

Stefan Kluge: Mich hat hier in Leipzig mal ein Hesse auf dem Klo eines Clubs angesprochen. In dem Buch sind Bilder - er hat das Buch gelesen und mich wiedererkannt. Vor ein paar Jahren war er mit seiner Sportster auf der Route 66 unterwegs - es stellte sich heraus, dass er die Farmer kennt, die unseren Arsch in der Wüste gerettet haben. Und das hat er mir vor dem Pissbecken erzählt. Solche Geschichten sind die Arbeit definitiv Wert. Finanziell hat es nichts gebracht. Mein Stundenlohn wäre bei McDonalds höher gewesen.

Wir haben übrigens inzwischen sowohl den Soundtrack, als auch das Buch als Open-Source freigegeben. Man kann alles von unserer Website runterladen. Babylon braucht schließlich nicht nur Bilder. ;o)

Netzkritik: Wird es weitere Projekte in der Open-Source-Welt von Ihnen geben?

Stefan Kluge: Der nächste Film ist bereits in Arbeit: www.die-letzte-droge.de. Es geht darin um drei Jungs, die Südamerika auf der Suche nach einem seltenen Halluzinogen durchqueren. Sie finden die Droge und wagen den Selbstversuch - der eskaliert ...

Die Dreharbeiten in Südamerika sind bereits abgeschlossen, in Deutschland stehen sie noch an. Wer das Projekt cool findet, der kann auf unserer Wesite dafür spenden. Je mehr Kohle wir haben, desto weniger müssen wir nebenbei jobben und desto schneller wird der Film fertig. Und dann bekommt Babylon wieder Bilder!

französische Übersetzung
Weitere Meldungen
Pressestimmen zum Buch "Route 66 in einem 74er Cadillac"
NBC GIGA
28.08.2003
"Wer auf abgedrehte Stories steht, sollte definitiv zugreifen. Das Buch hat nur ein Problem: Es ist viel zu kurz!"
Mitteldeutsche Zeitung
30.07.2003
"Die Eindrücke werden in dem Buch auf neue, spannende Art und Weise verarbeitet. Da werden die Wolkenkratzer in New York zu Legosteinen, mit denen ein Götterkind gespielt hat, Vogelgezwitscher klingt plötzlich wie in einem anderen Dialekt."
 



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