Gestern: eine Einladung zur Teilname am Ibiza International Filmfestival mit "Die letzte Droge" flattert in unseren Posteingang. Eine kurze Recherche ergibt: in der selben Woche findet auch das "World Marijuana Film Festival" auf Ibiza statt! Und Schirmherr des IbizaIFFs ist Terry Gilliam, Regisseur von "Fear and Loathing in Las Vegas" und somit Gonzo-Experte. Also wenn das keine Fügung ist!
Die Woche, von der die Rede ist, beginnt am 28. Mai. Wir werden also alles geben, bis dahin eine möglichst fertige Version auf die Beine zu stellen. Wenn uns das gelingt, dann sollte der offiziellen Premiere in Leipzig und - natürlich gleichzeitig - im Netz im Juni nichts mehr im Wege stehen!
Du fragst Dich möglicherweise, warum wir schon seit über einem Jahr an der Postproduktion der Droge sitzen. Wir uns ehrlich gesagt auch, jeden Tag. Aber bei einer Unterhaltung neulich, mit ein paar Filmemachern im Second Life, wurde es mir klarer: im Prinzip leisten wir nicht nur in Sachen Lizensierung und Vertrieb Pionierarbeit, sondern auch was das Filmemachen selbst angeht. Und das dauert natürlich etwas länger. Denn man verläuft sich dabei auch hin und wieder. Wollen wir nur hoffen, dass man dieses Neuland dann auch besiedeln kann!
Was den Schnitt angeht, so zeichnet sich das Ende ab und immer mehr wird mir die Notwendigkeit einer neuen Kategorie in der Internet Movie Database bewusst - Genre: Trip!
Ein kleiner Clip ueber eine beliebige "Die letzte Droge"-Compositing-Session. Wie immer: Matze ist am Fluchen und Stefan mosert... :/ Der Electronic-Breakbeat-Jazz-Sound dazu kommt aus Seattle, von Jonah Dempcy und seiner Nu-Jazz-Band Revolution Void.
Einer der letzten Arbeitsschritte der Postproduktion steht uns noch bevor: die Farbkorrektur. Die dient übrigens in der letzten Droge nicht nur dem Look und der Stimmung, sondern auch der Orientierung: die verschiedenen Sub-Plots sind so intuitiv besser erkennbar, was bei einem derart komplexen Film ziemlich hilfreich ist.
Der Neurologen-Plot im Film wird beispielsweise wahrscheinlich die Farbstimmung erhalten, die wir unter anderem anhand der folgenden Bilder getestet haben:
Lawrence Lessig, "Elvis des Cyberlaw" (WIRED) und Gründer von Creative Commons forderte auf dem 23. Chaos Communication Congress Tausende Hacker auf, den Kampf gegen die weitere Radikalisierung des Copyrights gemeinsam zu führen.
Dafür gab es Standing Ovations - wir haben die einstündige Rede in diesem 6 Minuten-Clip zusammengefasst.
Mein letzter Schnittrechner, ein 2 Jahre altes Laptop, ging schon seit Herbst derb in die Knie. Also habe ich Anfang Dezember zwei Wochen gejobbt - auf einem Chirurgen-Kongress, wo ich mir von einigen Neuro-Chirurgen gleich ein paar Tipps fuer den Film abgeholt habe. Hier ist das neue System. Es rennt wie die Sau. Die Postproduktion geht nun endlich in Core 2 Duo-Speed weiter...
Einige Einstellungen aus "Die letzte Droge" werden vollstaendig oder fast vollstaendig mit dem Rechner erzeugt, weil wir so mehr Kontrolle ueber die Einstellung haben und Produktionskosten sparen konnten. arroway textures hat sich dieser anspruchsvollen Aufgabe angenommen und bereits die ersten vielversprechenden Previews gerendert!