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VEB FILM Leipzig
Stand: Website, Sounddesign, DVD
Written by Stefan Kluge   
Tuesday, 23 June 2009
Ich arbeite nach wie vor Fulltime am Relaunch der Website - das bringt auch ein paar interne, strukturelle Änderungen mit sich: mit dem Relaunch und der Veröffentlichung unseres Open Source Science Fiction Films Die Letzte Droge wird jeder Film eine eigene Website bekommen und auch intern separat gehandhabt. Natürlich sind die Sites stark vernetzt, auch Login, Forum und Beiträge die alle Filme betreffen werden für das gesamte VEB-Network gelten und auf allen Sites erscheinen, auch die Backend-Administration geschieht zentral. Damit können wir mit überschaubarem Aufwand dann auch Free Culture Fremdproduktionen präsentieren - und da werden in den nächsten Jahren interessante Sachen kommen; ein paar US-Produktionen habe ich schon im Auge.
Das war viel Arbeit am Fundament des Labels - von Sommerpause also (leider) keine Spur. Aber wir haben Verstärkung bekommen: Alexander von Below, Kommunikations- und Medienwissenschaftsstudent aus Leipzig, hilft mir seit einigen Monaten mit der Website, teilweise fulltime mehrere Tage am Stück - ausserdem recherchiert Alex auch bereits für den Releases des Films. Die Ergebnisse dieser Recherchen verwalten wir derzeit in einer nicht-öffentlichen Wiki (weil dort derzeit noch sensible Informationen drin stehen) - diese Wiki werden wir in einigen Monaten dann auch öffentlich zugänglich machen, denn das könnte auch anderen Internet-Filmemacher nützen ("nützen", hab ich "nützen" gesagt? Hat man in der Zone nicht immer von "nutzen" gesprochen? Jesus, ich weiss es nicht mehr).

Zum Stand des Films: Das Compositing ist bis auf die Farbkorrektur fertig - die kann Matze aber in ein paar Tagen machen, das hält uns nicht auf. Die 3D-Renderings sind offenbar aufwendiger als wir dachten. Einerseits sind die Renderzeiten recht hoch (trotz der 64 Prozessoren-Renderfarm) und andererseits ist noch viel zu animieren. Leider hat Gerald dafür bei weitem nicht fulltime Zeit - da aber eben für mich auch noch viel Labelarbeit vor dem Release zu tun ist, habe ich es bisher einfach dabei belassen, in der Hoffnung, das Gerald fertig sein wird, wenn alles andere auch bereit für einen Release ist.
Ab Ende Juli werde ich zwei Wochen zu Tom ins Tonstudio fahren, wo er das Sounddesign fertig machen wird.
In der Zwischenzeit hat sich in Sachen "alternatives Sounddesign" etwas getan: Michael Georgi aus Hamburg hat eine komplette Komposition fast fertig! Ich habe ein paar Passagen gehört, die ziemlich vielversprechend klangen. Vor allem freut es mich, dass sein Soundtrack ein ziemlicher Kontrast zu Toms originalem Filmsoundtrack ist - das macht die Sache besonders interessant. Die DVD wird also mit ziemlicher Sicherheit bereits zwei Sounddesigns enthalten - man wählt den Soundtrack dann gleich nach dem Einlegen der DVD aus. Ich glaube dieses DVD-Feature ist jetzt schon mein Favorit, zumal der Film ohnehin gut zum mehrfach-Schauen geeignet ist.

Die DVD wird übrigens von Christian Schauff entwickelt, eigentlich Medizinstudent aus Leipzig, aber sehr fit in Sachen Compositing und DVD Authoring. Ich schätze mal, Chris ist damit unter seinen Kollegen eine Ausnahme, die sind ja im Durchschnitt mit Binärem auf Kriegsfuss. In der DVD steckt jedenfalls schon jetzt viel Arbeit, das wird also auch ein echtes Liebhaberstück.

Interessant ist, dass Alex, Michael und Chris "von aussen" dazugestossen sind, d.h. über das Netz zu VEB gefunden haben und dann je nach Interesse "andocken" konnten - in feinster Open Source-Manier. Natürlich sehen wir hier erst die Anfänge des Open Source-Filmemachens, aber es wird schon deutlich: das ist Internet-typische Eigendynamik, die nur durch Free Culture-Konzepte wirklich gedeihen kann, ich habe das übrigens in diesem Vortag neulich erst beschrieben.
 
Reuse, Remix, Mashup... why Open Source is also important for moving images
Written by Stefan Kluge   
Wednesday, 03 June 2009
Guest article from Open Source filmmaker Tim Baumann of the Valkaama Open Source film project

An important part of what the whole Open Source Movie thing is all about is to enable others to use the material we produce for their own purposes. And one really great example for such a usage of Valkaama is West Latta's tutorial on how to make a film score on audio tuts+. So let's shortly analyse why an Open Source Movie like Valkaama which uses an OS compatible license such as the Creative Commons by-sa is needed for people like West to safely use external clips in order to do such great stuff as film score tutorials.

Liberal licenses like the Creative Commons licenses you can apply in order to give others the freedom to use your own creative work within a safe legal framework. The license hereby clearly states the DO's and DON'Ts when it comes to handling the material. So why is an Open Source compatible Creative Commons license the best choice?

As you probably know there are 6 standard CC licenses which consist of one ore more of the following modules or conditions: by (Attribution), nc (Noncommercial), nd (NoDerivs) and sa (ShareAlike). If you now make some research you will quickly find out that most of the few free movies you can find on the web are using the condition nd, and almost all of them the condition nc. So why is that counterproductive for people like West? And furthermore, why he couldn't make his tutorial without access to the movie's sources?

First of all free movies licensed under nd conditions don't allow you to make any modifications to the material. Hence they are useless for any reuse, remix or mashup and... no tutorials with these. Second of all, the nc module is quite a trap. On the webpage West's tutorial is published it is possible to gain access to premium content (source files, bonus tutorials and more) by paying a monthly fee. Although this particular tutorial which uses scenes from Valkaama is freely accessible the fact that it is also offered within a commercial framework clearly infringes the nc term. The same applies to the small commercials displayed on the webpage.

Well, so much for the licenses... As for the sources, why exactly are they needed? The reason for this is quite simple, yet important: the source tracks containing the dialogues can be downloaded separately from our FTP Server. Since they aren't mixed with music yet, you can simply add another film score without having to separate voice and music before. A task which is nearly impossible by the way.

Resources:
- Tutorial "The Process of Score Composition" Part 1, Part 2, Part 3, Part 4
- Tutorial videos on vimeo: First draft, Final score


Note: This version of scene 56 still has some color grading issues we're trying to fix in the forthcoming BETA of Valkaama.

(cc) by-sa valkaama.com
 
Wehret den Anfängen!
Written by Stefan Kluge   
Monday, 04 May 2009
Auch in Deutschland werden nun von den grössten Providern sogenannte Sperrlisten befolgt, die die Kunden daran hindern sollen, Webseiten aufzusuchen, die auf dieser Liste stehen. Das Bundeskriminalamt fungiert in diesem Fall als Ermittler, Ankläger und Richter in einem: es erstellt diese Listen und reicht sie an die Provider weiter - Öffentlichkeit und andere staatliche Instanzen bleiben ausgeschlossen.

Du kannst bei netzpolitik.org in die online-Debatte dazu einsteigen. Aber natürlich findest Du die entsetzten Autoren auch in allen grossen Tageszeitungen. Mit der ePetition “Internet - Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten” kannst Du den Deutschen Bundestag auffordern, den Gesetzentwurf abzulehnen.
 
Video: “Warum wir 300.000 € verschenken…”
Written by Stefan Kluge   
Monday, 27 April 2009
Creative Commons License vebfilm.net

Über die Strategie hinter dem Release des zweiten Films des Open Source Film Netlabels VEB FILM Leipzig unter einer Creative Commons-Lizenz.
 
Vortrag: “Warum wir 300.000 € verschenken…”
Written by Stefan Kluge   
Wednesday, 22 April 2009
Am Samstag werde ich ab 13:30 Uhr auf dem tweakfest - digital culture & lifestyle festival in Zürich erklären, “Warum wir 300.000 € verschenken…”. Gleich danach: eine Creative Commons Schweiz-Präsentation von Simon Schlauri.
Das Motto des Festivals lautet "interFaces" - es beginnt am Freitag Vormittag als "networking and information platform for the digital avant-garde" mit ein paar sehr coolen Verträgen; ich bin gespannt. Wer keine 95 CHF (willkommen in Züri) in der Portokasse hat, dem erzähle ich am Freitag gerne schon mal alles auf dieser Vernissage persönlich, bei 'nem Hänkel-Röschti. (Anmerkung 23.4.: Ich habe gerade erfahren, dass die Veranstaltungen am Samstag keinen Eintritt kosten werden!)

 
The Pirate Bay: Stay Calm
Written by Stefan Kluge   
Friday, 17 April 2009
Die Betreiber der Torrent-Suchmaschine The Pirate Bay wurden heute in Stockholm verurteilt. TPB-Sprecher Peter dazu:

Stay calm - Nothing will happen to TPB, us personally or file-sharing whatsoever, this is just a theater for the media.
Die Tagesschau greift das Spektakel dann auch dankbar auf und verlinkt nochmal einen Beitrag in der sich ein Herr Uli Geiger in genau dieser Verunsicherungsrhetorik ergeht, die man von der Major-Label-Propaganda immer serviert bekommt, nachdem man ein Major-Label-Produkt gekauft hat. RTFM kann man da nur sagen:

Hoch- oder runterladen – eine wichtige Unterscheidung

[..] Es ist wichtig zu unterscheiden, ob man ein geschütztes Werk aus einer Tauschbörse herunter lädt oder dort zur Verfügung stellt. Wenn ein privater Nutzer zum Beispiel ein Musikstück aus einer Tauschbörse zieht, ist das erstmal eine „Vervielfältigung“. Wird die Kopie nur für private Zwecke gemacht, ist sie erlaubt – solange sie nicht von einer „offensichtlich rechtswidrig hergestellten Vorlage“ gemacht wurde. Ist es allgemein erkennbar, dass eine Datei nicht hätte kopiert werden dürfen, darf sie auch nicht herunter geladen werden.

Dies wird im Zweifel der Fall sein, wenn das Werk, also der Film oder das Musikstück, noch gar nicht offiziell auf dem Markt angeboten wird. Das trifft etwa auf Filme zu, die hierzulande noch nicht im Kino laufen, könnte aber auch für solche Filme gelten, die nur kopiergeschützt auf den Markt kommen. Ist ein Film aber bereits im Fernsehen gelaufen, kann die in einer Tauschbörse angebotene Datei auch eine rechtmäßig hergestellte Privatkopie sein. Diese wurde also im Zweifel nicht „offensichtlich“ rechtswidrig hergestellt. Das Beispiel zeigt, dass diejenigen Fälle, in denen im Grunde jedermann klar ist oder klar sein müsste, dass eine Kopie nicht hätte gemacht werden dürfen, eher die Seltenheit sein werden. In allen anderen Situationen wurde das Werk eben nicht „offensichtlich“ rechtswidrig hergestellt und der Download zu privaten Zwecken ist zulässig.
(cc) by-nd iRights.info
 
Testscreening in Greifswald
Written by Stefan Kluge   
Thursday, 02 April 2009
Diesen Montag werden wir die neueste Betaversion der Droge in Greifswald am Publikum testen. (Liebe mitlesende Kriminalbeamte: "Die Letzte Droge" ist kein Synonym, das sie recherchieren müssen - es ist eine Free Culture-Internet-Spielfilmproduktion.)
Die Bildspur ist schon recht fortgeschritten, es fehlen vor allem noch einige 3D-Shots, aber Compositing und Animationen sind zum Grossteil enthalten - Matze hat im Compositing nochmal einiges zur Verständlichkeit des Films beigetragen, die Zuschauer werden es ihm danken. Währenddessen bringt Tom gerade das Sounddesign in einen renderbaren Zustand. Ich arbeite nach wie vor am Relaunch der Seite, was sich aber auszahlen dürfte, schliesslich ist die Website unsere #1 Schnittstelle zum Rest der Welt. In Kürze wird dann hier auch wieder mehr Leben einkehren, bis dahin konzentrieren wir uns auf den Release des Films.
 
Free & Open Source Footage
Written by Stefan Kluge   
Monday, 23 February 2009
The original video footage of The Last Drug is about 60 hours (780 GB): 28 hours (365 GB) documentary film footage in standard definition TV quality filmed in South America, mostly Peru, Bolivia, Argentina and Paraguay. And 32 hours (415 GB) in high definition quality from the studio shooting. This footage will be released under Creative Commons BY SA, as well as the film itself. You are thereby free to use the footage for your commercial and non-commercial projects as long as you name www.vebfilm.net as the source and as long as you apply the same modern license to your project.

The computer science faculty of RWTH Aachen is supporting us with the hosting on a 100 MBit connection. Credits go to Kamran Ghanaat, who is creating the torrent and will be the first seeder.
He downloaded the 780 GB in 11 days (screen wget -r -l inf -np -A .avi [URL]), by the way and didn't loose single bit (checksum control: 1. sha512sum -b * > CHECKSUM.SHA512 in the root of the footage of his server, 2. copying "CHECKSUM.SHA512" to the root of the footages on our server and 3. comparing the checksum: sha512sum -c CHECKSUM.SHA512).

Not everybody will need the complete footage, therefore we will create different distributions: for VJs, for documentary filmers, for creating music videos, for remixing the movie etc. We are looking for "early adapters" that want to create their own distribution of the Drug already - which can hold your name, of course: vebfilm.net - The Last Drug Footage - VJ Herb Distribution.
 
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Route 66:
1 Mio. downloads + P2P
600.000 DVDs in German magazines

The Last Drug:
will be released in 2009
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